Von der rechtssicheren Einstufung bis zur visuellen Schadstofferkennung in der Praxis
Die Einführung der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) hat die Abläufe in der Bau- und Recyclingwirtschaft grundlegend verändert. Die Herausforderung liegt heute im Detail: Wie geht man mit den Disharmonien zwischen den Verordnungen um? Wie erkennt man Gefahrstoffe bereits bei der Annahme sicher mit bloßem Auge? Dieses Seminar schlägt die Brücke zwischen regulatorischen Vorgaben und der täglichen Baustellenpraxis.
Das Seminar bietet Ihnen mehr Rechtssicherheit, da Sie lernen, die Anforderungen der EBV und der BBodSchV widerspruchsfrei nebeneinander anzuwenden. Zudem erwerben Sie praxisnahes Wissen, um Schadstoffe im Bestand und bei der Anlieferung visuell zu erkennen und so Haftungsrisiken zu minimieren. Abgerundet wird dies durch ein Experten-Update durch erfahrenen Referenten Oliver Sommer mit wertvollen Einblicken in aktuelle wissenschaftliche Monitorings sowie kommende Gesetzesänderungen.
Zielgruppe: Geschäftsführer und Bauleiter, Sachverständige, Betreiber von Recyclinganlagen sowie Fachpersonal aus Abbruch- und Erdbauunternehmen.
Themen
Modul 1: Die Ersatzbaustoffverordnung in der praktischen Umsetzung
Zeit: 09:00 – 12:30 Uhr
In diesem Teil vertiefen wir die rechtssichere Handhabung der Ersatzbaustoffverordnung und lösen typische Zweifelsfragen der Anwendung.
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Klassifizierung & Dokumentation: Bodenklassen präzise bestimmen und mineralische Ersatzbaustoffe konform bewerten.
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Rechtliche Fallstricke: Umgang mit der Disharmonie zwischen BBodSchV und EBV; Beachtung von Fußnotenregelungen bei Einbauweisen.
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Qualitätssicherung: Mindestinhalte von Prüfzeugnissen, Güteüberwachung und der Umfang von Betriebsbeurteilungen für RC-Anlagen.
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Deklaration & Analytik: Regelungen an der Anfallstelle nach Vollzugshinweisen der Länder sowie effizientes Zeitmanagement bei Analytik-Leistungen.
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Aktuelles & Monitoring: Ergebnisse aus dem Planspiel 2.0, Hemmnisse der Umsetzung und Ausblick auf die kommende Novellierung.
Modul 2: Gefahrstofferkennung und Annahmekontrolle
Zeit: 13:30 – 16:30 Uhr
Gemäß § 3 EBV ist die visuelle Kontrolle der Schlüssel zur sicheren Entsorgung. Wir trainieren den geschulten Blick auf Schadstoffe im Bauabfall.
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Visuelle Annahmekontrolle: Praktische Anleitung zur Erkennung von Gefahrstoffen direkt vor Ort.
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Fokus Asbest: Vorkommen, Erkundung im Bestand und sichere Handhabung asbesthaltiger Abfälle.
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Beprobung & Analytik: Durchführung von Hot-Spot-Beprobungen in Grundmengen sowie die Einstufung gefährlicher Stoffe.
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Weitere gefährliche Schadstoffe: KMF, PAK, PCB, Flammschutzmittel, Holzschutzmittel, Schwermetalle und andere.
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Sicherheit & Logistik: Fachgerechte Verpackung von Asbest- und faserhaltigen Proben sowie Bewertungsgrundlagen für die Entsorgung.
Referent
Oliver Sommer
- Fachbegutachter für die Probenahme, Fachmodul Abfall, Boden und Altlasten i. A. der DAkkS
- Langjährige Erfahrung als Laborleiter in mehreren Laboratorien
- Mitglied im ITVA e.V.
- Mitarbeit am Leitfaden für mineralische Abfälle in Berlin/Brandenburg
- Mitglied im Gremium Mantelverordnung des VUP
- Kundenberater SGS Institut Fresenius, Bereich Environment, Health & Safety
- Schulungen für drei Akademien mit den Themenschwerpunkten: Bestimmung von Messunsicherheiten bei Untersuchungen nach BBodSchV, Qualitätssicherung im analytischen Labor, Entsorgung von mineralischen asbesthaltigen Abfällen gemäß Entwurf der LAGA M 23
Teilnahmegebühr
450 EUR normal
425 EUR ermäßigt (Behörden und DGFZ-/BWK-/BDG-Mitglieder, mit Nachweis)
Online: 430 EUR bzw. 410 EUR ermäßigt
Anmeldungen bitte bis einen Monat vor dem Termin, anschließend erfolgt die Rechnungslegung. Enthalten sind in der Gebühr umfassende Lehrgangsunterlagen, Pausengetränke, Imbiss und Mittagessen. Bei Nicht-Einhalten der Zahlungsfrist laut Rechnung kann der Platz ggf. an weitere Interessenten vergeben werden.
RÜCKTRITT VON EINER VERANSTALTUNG
Die Absage muss schriftlich bei uns eingehen. Außerhalb der gesetzlichen Widerrufsfristen gilt Folgendes: Bis zur Rechnungslegung (i. d. R. bei Erreichen der Mindestteilnehmerzahl) kann der/die Teilnehmer/in kostenfrei vom Vertrag schriftlich zurücktreten. Bei Rücktritt nach Rechnungslegung berechnet das DGFZ e.V. eine Stornogebühr.
Es ist mindestens eine Stornogebühr in Höhe von 10 % des Teilnehmerentgeltes fällig. Für Stornierungen ab 14 Kalendertagen vor Kursbeginn werden Stornogebühren von 50 %, ab 7 Kalendertagen von 80 % des Kurspreises in Rechnung gestellt. Bei Stornierungen am Veranstaltungstag ist der gesamte Teilnahmebeitrag zu zahlen.
Es kann ein Ersatzteilnehmer benannt werden, der mit allen Rechten und Pflichten in den Vertrag eintritt.
Kontakt
Dr. Jana Sallwey
Tel: 0351-40506 76
E-Mail: weiterbildung[at]dgfz.de
| Beginn: | 24.04.2026 09:00 |
| Ende: | 24.04.2026 16:30 |
| Ort: | Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V.
Meraner Str. 10 01217 Dresden |

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